Warum gibt es Notfallseelsorge ?

1993 - erste Kontakte zur Berufsfeuerwehr Köln

Sowohl die größeren Unglücke und Katastrophenfälle der letzten Jahre als auch „alltägliche“ Feuerwehr-, Rettungsdienst- und Polizeieinsätze haben die Einsatzkräfte für seelische und religiöse Bedürfnisse von Betroffenen sensibilisiert. Dies hat dazu geführt, dass die psychosoziale Versorgung von Notfallpatienten, Angehörigen und Hinterbliebenen sowie von Einsatzkräften in Notfallmedizin, Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz zunehmend Beachtung gefunden hat.

 

Nach einer jahrzehntelangen Fixierung auf die „klassischen“ Einsatzaufgaben gilt heute ein Einsatz erst dann als abgeschlossen, wenn auch die psychosozialen Aspekte hinreichend berücksichtigt worden sind. Allerdings sind die Einsatzkräfte angesichts dieser besonderen Bedürfnisse und Reaktionen im Umgang mit Betroffenen an die eigenen Grenzen gestoßen.

 

Dies hat dazu geführt, dass Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ihren Bedarf hinsichtlich einer Unterstützung in Bezug auf die seelisch-religiöse Begleitung formuliert und deutschlandweit die Kirchen um Unterstützung gebeten haben. Insgesamt geschah diese Anfrage in dem Wissen, dass insbesondere die Kirchen den Menschen in Krisen- und Notsituationen, vor allem aber auch im Kontext von Sterben und Tod, beistehen und organisatorisch über eine flächendeckende Infrastruktur verfügen.

 

Daraus ist im Jahr 1993 im Evang. Kirchenverband Köln und Region die Notfallseelsorge entstanden und seit dieser Zeit fortwährend ausgebaut worden.

Durch ihr profiliertes Angebot ist die Notfallseelsorge ein wichtiges „Einsatzmittel“ im Kontext von Notfallsituationen und der damit verbundenen notwendigen „psychosozialen“ Begleitung und Unterstützung von Betroffenen geworden. Nicht zuletzt aufgrund ihrer verlässlichen und ständigen Verfügbarkeit sowie mit Blick auf ihre hohe Akzeptanz bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern wird sie gerne in Anspruch genommen